Menorca hat einiges zu bieten: intakte Natur, viel Geschichte und Tradition. Hier erleben Sie noch das Flair des alten Spaniens. Der Norden der Insel bietet viele kleine, malerisch weißleuchtende Dörfer, im Frühjahr tiefgrüne Wiesen und blühende Felder, die von einem Netz niedriger Steinmauern eingesäumt werden. Idyllische Fischerhäfen, schroffe Steilküsten, karge Felsplateus oder versteckte traumhafte Strandbuchten mit feinem Sand und klarem, türkisfarbenen Wasser.
Als touristische Ergänzung dazu der Süden, wo die vielen beliebten Badebuchten mit hellsandigen und flachabfallenden Stränden locken.
Dazu ein bisschen Geschichte: Baudenkmäler aus der späten Bronzezeit, die Taulas, Navetas und Talayots genannt werden. Ein Eldorado für Hobby-Archäologen!
Auch die sportlichen Gäste kommen auf dieser Insel nicht zu kurz. Vom Windsurfen, Tauchen, Segeln über Tennis, Golf, Reiten bis hin zu Minigolf und Radfahren bieten sich viele Möglichkeiten.
Kurzum, Menorca ist ein Urlaubsparadies für jeden.

MenorcaMenorca stellt sich vor
DER GOBUmweltschutz
Sittenandere Länder, andere Sitten
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AUF MENORCA

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 Menorca stellt sich vor:
„Diese Insel ist sehr flach und aeusserst uninteressant, aber sie kann sich ruehmen, den besten Naturhafen Europas zu besitzen....“, schrieb die englische Reisende H.Belsches Graham Bellingham im Jahre 1878.
Tatsächlich ist die Schoenheit der Insel nicht jedermann auf Anhieb zugaenglich. Die versteckten Reize Menorcas bluehen im Verborgenen. Erst bei genauerem Hinsehen entdeckt man die Vielfalt der menorquinischen Landschaft: tiefe, ueppig bewachsene Schluchten, liebliche, von duftenden Pinienwaeldern umgebene Badebuchten und kilometerlange Sandstraende im Sueden, eine wild zerklueftete Kueste mit unbewohnten Felsinseln und das zweitgroesste Feuchtgebiet der Balearen im Norden. Im Landesinneren sanfte Huegellandschaft mit knorrigen, bizarr geformten Olivenbaeumen vor halb verfallenen Steinbauten aus grauer Vorzeit, kunstvoll aufgeschichtete Trockensteinmauern und blendendweiss gekalkte Bauernhaeuser. Obwoh die Feriengebiete an der Kueste komfortable Unterkuenfte, gepflegte Gartenanlagen und sauberes Badewasser bieten, fehlt es ihnen haeufig an Atmosphaere. Das wahre Menorca mit all seinen facetten und die Liebenswuerdigkeit der Menorquiner kann man nur bei einer Fahrt ueber die Insel kennenlernen.
Die beiden Staedte Mao und Ciutadella bieten nicht nur viel Kultur, sondern auch typische Lokale, lebhafte Maerkte und originelle Geschaefte. Auf dem Lande findet man wilde, unberuehrte Natur, eine einmalige Agrarlandschaft und das groesste vorgeschichtliche Freilichtmuseum im Mittelmeer. Musikalische Hochgenuesse versprechen die klassiischen Musikzyklen in Ciutadella, Fornells und Mao und viel Leben die sommerlichen Volksfeste, bei denen schwarze menorquinische Vollblueter die Hauptdarsteller sind. Landschaft: Hügel und tiefe Schluchten.
Die Balearen entstanden durch Erdbewegungen und Auffaltungen, die schon einige Millionen Jahre zurückliegen. Eine große Zahl von Sedimentgesteinen erzählen aus der geologischen Geschichte der Inselgruppe. Menorca, die östlichste und nördlichste Insel der Balearen ist mit 702 km^2 die zweitgrößte Insel des Archipels, mißt aber nur ein Fünftel der Fläche Mallorcas. Aus der Vogelperspektive betrachtet, prägen sanfte Hügel den Norden und tiefe Schluchten den Süden. In der Mitte dominieren ausgedehnte Kiefern- und Steineichenwälder sowie grüne, von Trockensteinmauern eingefaßte Weiden.

Der GOB, Umweltschützer der Balearen Wenn es darum geht, sich für den Arten- und Umweltschutz einzusetzen, sind die Mitglieder des GOB immer aktiv dabei. Die vor 20 Jahren gegründete Umweltschutzvereinigung Grup Balear d´ Ornitologia i Defensa de la Naturalesa, kurz GOB genannt, besitzt auf den Balearen mehr als 3000 Mitglieder, davon rund 700 auf der Insel Menorca. Hervorgegangen aus einer Vogelschutzgruppe, kümmert sich der GOB heute um alle Belange des Umweltschutzes. Die Vereinigung verfaßt Studien, gibt Publikationen über die Flora und Fauna der Insel heraus (darunter das auch in deutscher Sprache erschienene Buch über die menorquinische Vogelwelt), organisiert Jugendcamps, in denen die jüngsten Inselbewohner mit Naturkunde und Umweltschutz vertraut gemacht werden, veranstaltet Vorträge, um die breite Öffentlichkeit über aktuelle Themen zu informieren, ruft zu Demonstrationen gegen illegale Baumaßnahmen in Naturschutzgebieten auf und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei Säuberungsaktionen und Neubepflanzungen von Wald- und Dünengebieten.
Größtes Kopfzerbrechen bereitet den Umweltschützern der Fremdenverkehr und die damit verbundenen Maßnahmen in bezug auf Neuerschließungsprojekte (Yachthäfen, Golfplätze, Landhotels). Im Jahre 1997 stand der PTP (Pla Territorial Parcial) ganz ober auf der Sorgenliste des GOB. Dieser von den verschiedenen Gemeindeverwaltungen ausgearbeitete Raumordnungsplan für Menorca, dessen Text aus ursprünglich 141 Punkten bestand, die einstimmig von allen Bürgermeistern in der Vollversammlung des Consell Insular de Menorca (Inselrat) verabschiedet und an das Parlament in Palma gesandt wurden, hätte Bauspekulanten kaum noch Chancen gelassen. Es sollte jedoch anders kommen: Sechs Abgeordnete der rechts orientierten Partei Partido Popular (PP) machten sich daran, 45 Punkte des Plans nach eigenen Kriterien zu ändern, ohne die einzelnen Bürgermeister zu Rate zu ziehen und gegen den Willen des Präsidenten des Consell Insular. Die Neufassung öffnet Spekulanten wieder alle Türen. Da der Partido Popular im Govern Balear (Regierung der Balearen) die Mehrheit besitzt, wurde der veränderte PTP angenommen, was nicht nur politische Empörung in der Opposition und eine Krise in der eigenen Partei auslöste, sondern vor allem den GOB, weite Kreise der Bevölkerung und alle Umweltschützer der Insel Menorca in Aufruhr versetzte. Sofort ging der GOB auf die Straße und veranstaltete in allen Teilen der Insel Informationsabende, um die Bevölkerung über die Einzelheiten des politischen Schachzugs ins Bild zu setzen. Die meisten Menorquiner sind sich der Schönheit ihrer Insel bewußt und bereit, für die Erhaltung der Natur einzutreten. So konnte, mit der Unterstützung der Bevölkerung, die geplante Bebauung des Feuchtgebiets S´Albufera des Grau im Norden und der Naturgebiete von Trebalüger und Macarella im Süden bisher gestoppt werden. Es heißt jedoch, weiterhin wachsam die Entwicklungen auf der Insel zu beobachten und schnell einzuschreiten, denn zahlreiche Großprojekte liegen schon in den Schubladen von Politikern, Immobilienfirmen und Bauunternehmern bereit.
Für seine vielseitigen Aktivitäten und konstruktive Kritik erhielt der GOB 1997 mehrere Auszeichnungen, darunter den >Nationalpreis für Umweltschutz< des spanischen Umweltministeriums. Auch der Reiseveranstalter Touristik Union International (TUI) velieh der Gruppe 1997 den mit 20 000 DM dotierten >Internationalen Preis für Umwelt< in Anerkennung ihres Strebens, die guten Vorsätze, die seitens der Politiker anläßlich der Erklärung Menorcas zum Biosphärenreservat ausgesprochen wurden, auch Wirklichkeit werden zu lassen.

Andere Länder, andere Sitten Menorquiner sind ruhig und zurückhaltend, aber immer freundlich und hilfsbereit. Alles geht hier >molt mes a poc a poc<, sehr viel langsamer zu als etwa in spanischen Großstädten. Eile, Hektik und Streß sind den Insulanern fremd, obwohl der jährlich stärker werdende Touristenstrom, besonders im Monat August, Kellner, Zimmermädchen oder Busfahrer schon mal aus der Ruhe bringen kann.
Der Fremdenverkehr hat in den letzten Jahren viel verändert, auch das Verhalten der Einheimischen. War es noch bis vor kurzem üblich, die Haustür nicht abzuschließen oder das Auto tagelang mit allem Hab und Gut irgendwo unbeaufsichtigt abzustellen, so hat man sich langsam daran gewöhnen müssen, mehr Vorsicht walten zu lassen. Waren merkwürdige Verhaltensweisen der Fremden meist eine Ausnahmeerscheinung und wurden kopfschüttelnd belächelt, sah man sich inzwischen dazu gezwungen, Regeln aufzustellen und Verbote auszusprechen. So findet man in menorquinischen Linienbussen ein Schild mit der Aufschrift >Rauchen, Trinken und Essen im Bus verboten. Die Fahrgäste werden gebeten, ein Hemd anzuziehen<.
Schade auch, daß in den Feriensiedlungen der Küste typisch menorquinische Gerichte vollkommen von den Speisekarten verschwunden sind. Welcher Küchenchef möchte sich die Mühe machen, komplizierte Gerichte aus Großmutters Rezeptbuch zu kochen, wenn sie niemand bestellt und es doch viel einfacher ist, ein paar Pommes frites i die Friteuse zu werfen oder eine Pizza in den Ofen zu schieben. Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Unterschiede zwischen der eigenen und der fremden Kultur kommen vielleicht bei Tisch bzw. im Restaurant am deutlichsten zum Ausdruck. Während sich die deutschen Hotelgäste darüber wundern, daß die englischen Urlauber schon morgens zum Frühstück große Berge gebratene Würstchen, weiße Bohnen und Pommes frites auf die Teller häufen, können die Einheimischen nicht verstehen, daß ausländische Feriengäste – gleich welcher Nationalität – mitten auf dem Rathausplatz ihr Picknickpaket auspacken, oder sich den ganzen Tag nur von Eis, Kuchen oder trockenem Brot ernähren. Wo doch in Spanien und auch auf Menorca ein vernünftiges Mittagessen zum normalen Tagesablauf gehört! Kopfschütteln ruft bei Restaurantbesitzern auch hervor, daß Ausländer z.B. zu einer Pizza einen Milchkaffee ordern oder sich an einen weißgedeckten Tisch setzen und nichts anderes als einen Salat oder eine Suppe bestellen. Bei Südländern gehören mindestens drei Gänge ( Vorspeise, Hauptgericht und Dessert ) zu einem Mittagsmahl oder Abendessen. Natürlich kann es auch bei Spaniern vorkommen, daß sie nur den >kleinen Hunger< stillen wollen, weil sie vielleicht später zu einem üppigen Mahl eingeladen sind. Solche >Kleinigkeiten< erledigen die Einheimischen in einer Bar, wo es immer irgend etwas para picar, auf die Gabel zu spießen gib: ein paar gefüllte Oliven, ein Stück Tortilla oder eine halbe Portion gegrillten Tintenfisch. Besonders empfehlenswert sind in dieser Hinsicht die Tapa-Bars, in denen man die kleinen Köstlichkeiten am Tresen auswählen kann – ein Brauch, der sich zu einem wahren Kult entwickelt hat. Für Spanier ist das Essengehen vor allem ein geselliges Ereignis im vertrauten Kreis. Niemals setzt man sich zu fremden Leuten an den Tisch. Man genießt zusammen mit Freunden, Verwandten oder Geschäftspartnern, probiert von den Tellern anderen und sagt nie nein, wenn der Restaurantbesitzer seinen Gästen nach dem Essen ein Schnäpschen spendiert.
Wenn es dann endlich Zeit zum Aufbrechen ist, bringt der Ober die Rechnung ( la Cuenta ) für alle zusammen. Nach dem Motto >gemeinsam gegessen, gemeinsam bezahlt<, wird die Gesamtsumme beglichen und ein großzügiges Trinkgeld nicht vergessen. Spanische Kellner sind nicht daran gewöhnt, Rechnungen aufzuschlüsseln oder jeden Speisegast einzeln abzukassieren. Werden sie dennoch dazu aufgefordert, verrechnen sie sich bestimmt zu Ungunsten der Gastes. Und wer möchte sich schon die Sobremesa, die angenehme Plauderei nach dem Essen, durch komplizierte Rechnereien vermiesen.

© 2000, Kristiane Albert, Menorca, DUMONT Buchverlag Köln
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Palme.gif (2082 Byte)Das wird Sie auf Menorca erwartenPalme.gif (2082 Byte)


Punkt.gif (104 Byte)Kultur: Im Sommer finden auf der Insel Kunstausstellungen statt und in Mahon und Ciudadela Musikfestivals
Sehenswert sind die prähistorischen Ausgrabungsstätten und Baudenkmäler, die Sie an weit über 1000 Stellen der Insel vorfinden - Taulas, Talayots und Navetas genannt. Die bekanntesten und beeindruckendsten vorzeitlichen Kultbauten sind Talayot Trepuco, Torralba den Salort und Naveta des Tudons.

Punkt.gif (104 Byte)Ausflüge: Mahon mit dem größten natürlichen Hafen des westlichen Mittelmeeres und die ehemalige Hauptstadt Ciudadela sind interessante Ausflugsziele. Beliebt sind auch die Bootsfahrten entlang der bizarren Felsküsten mit Badestop und Paella-Essen. Oder lernen Sie Menorcas Landschaften und Kultur auf einer Inselrundfahrt kennen.

Punkt.gif (104 Byte)Volksfeste: Zu Ehren der Schutzheiligen finden in den Sommermonaten in vielen Ortschaften auf Menorca farbenprächtige Feste und Umzüge statt. Zum Beispiel ziehen zu Ehren des Heiligen Juan in Ciudadela Reitertruppen in historischen Kostümen durch die Stadt und ein großes Feuerwerk beendet dann das bunte Treiben. Oder es fahren zum Fest der Schutzheiligen der Fischer beleuchtete Boote in einer Prozession durch den Hafen von Mahon. Aber auch die anderen Ortschaften im Inneren der Insel wissen ihre Feste zu feiern, die ihnen der jeweilige Stadtpatron beschert.
Diese Volksfeste finden in den einzelnen Ortschaften an folgenden Tagen statt: 23. und 24. Juni in Ciudadela; 15. und 16. Juli Mercadal; 24. und 25. Juli in Fornells; 12. und 13. August in Alayor; 19. und 20. August in Ferrerias; 26. und 27. August in San Luis; 7. und 8. September in Mahon.

Punkt.gif (104 Byte)Natur+Umwelt: Mit der Ernennung zum Biosphärenreservat 1993 durch die UNESCO wurden für Menorca Zeichen der Anerkennung gesetzt. Für die Inselverantwortlichen bedeutet dies ein hohes Maß an Selbstverpflichtung!Beispielhaftes Engagement beweist die menorquinische Umweltschutzorganisation GOB . 45% der Insel stehen unter Naturschutz. Das naturbelassene Landschaftsbild wird auch dadurch erhalten, dass der Tourismus hier noch keine dominierende Bedeutung hat. Die Hotelstrände werden regelmäßig gereinigt. 1995 wurden 12 Blaue Flaggen für Menorcas Strände vergeben. Verbesserte Umweltschutzmaßnahmen sind vor allem bei der Abwasserentsorgung erforderlich, Um eine flächendeckende, systematisch geregelte Entsorgung zu erreichen, sind neue Kläranlagen in Bau oder Planung. Bei der Abfallentsorgung sind erste Ansätze der Mülltrennung zu verzeichnen, eine moderne Müllverwertungsanlage wurde gerade in Betrieb genommen.

Punkt.gif (104 Byte)Sport: Freunde des Wassersportes finde ideale Reviere vor. In Fornells gibt es eine deuschsprachige Surf- und Segelschule und in der Urbanisation Cala´n Bosch, an der Son Xoriguer finden Sie ein großes Wasserspoertzentrum. Hier können Sie Surfen, Segeln, Motorbootfahren, Wasserskilaufen und Fallschirmsegeln. In Son Parc, im Norden Menorcas, liegt der gepflegte 9 Loch-Golfplatz mit Clubhaus und Restaurant (korrekte Kleidung ist Vorschrift). 
Ein großes Sportangebot gibt es in S´Algar: von Surfen und Segeln über Minigolf und Tennis findet Jeder seinen Sport. Menorca einsame Buchten mit türkisfarbenem Wasser bieten ideale Voraussetzungen für Taucher. Tauchschulen finden Sie in S´Algar, in Son Xoriguer (Sub Menorca im SOL Club Falco), in Cala Santandria (Hotel Poseidon) und in Punta Prima (im Hotel Pueblo Menorca).

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Stand: 05. Juli 2004